Trotz Rumpfkader spielen die Damen des EHC Landshut ein solides Turnier

Last Second Ausgleich gegen Gendorf verhindert gleiche Platzierung wie im Vorjahr

Zum siebten Mal in Ihrer Vereinsgeschichte nahm die Damen-Mannschaft des EHC Landshut am Ossiacher See Cup 2013, in Steindorf/Kärnten teil und kämpften mit den Teams der Gipsy Girls Villach, Gendorf Pinguins, „Die Auserwählten“/Österreich und dem HC Lakers Eppan aus Südtirol/Italien um den Turniersieg.

Im letzten Jahr konnten die Dreihelmenstädterinnen einen überraschenden dritten Platz für sich verbuchen. Dies zu wiederholen stand im Vorfeld des Turniers 2013 unter keinem guten Stern, da die Mannschaft nur zehn junge Damen inkl. Torhüter ins Rennen schicken konnte.

In der ersten Begegnung stand man den Gipsy Girls aus Villach gegenüber. Die EHC Damen erwischten einen Start nach Maß und führten nach etwas mehr als einer Minute mit 1-0. Villach von diesem frühen Rückstand ein wenig verunsichert brauchte etwas Zeit sich in die Partie hineinzuspielen. Die Kärtnerinnen kamen jetzt immer besser ins Spielund erzielten folgerichtig den 1-1 Ausgleich. Kurz vor Ende des 1. Drittels konnten die Gipsy Girls auf 2-1 erhöhen. Zu Beginn des zweiten Drittels das gleiche Bild: Landshut bemüht, Villach mit der besseren Antwort – 3:1. Wenig geschockt von diesem Rückstand versuchten die Niederbayerinnen noch einmal alle zur Verfügung stehenden Kräfte zu mobilisieren. Doch soviel sie auch investierten es sollte ihnen der Anschlußtreffer, der möglicherweise dem Spiel noch einmal eine Wende gegeben hätte, nicht mehr gelingen. In letzten Drittel mußten die EHC Landshut Damen ihrem Kräfteverschleiß doch Tribut zollen und durch zwei weitere Treffer fuhren die Gipsy Girls einen am Ende ungefährdeten 5-1 Sieg ein.

Im zweiten Spiel kam es zum Kräftemessen mit den Gendorf Pinguins. Man durfte gespannt sein wie der Landshuter Rumpfkader den nachmittäglichen Vergleich mit den Gipsy Girls aus den Knochen bekommen hatte.  Auch dieses Mal erwischten die in ihren orangefarbenen Trikots gekleideten EHC Damen einen Start nach Maß. Es waren gerade einmal drei Minuten gespielt, da zappelte die kleine schwarze Hartgummischeibe zum erstenmal  im Gendorfer Netz. Die Dreihelmenstädterinnen  hatten in taktischer Hinsicht ein wenig umgestellt, was sich im weiteren Verlauf als sehr wirkungsvoll erweisen sollte. Landshut teilte sich seine Kräfte klug ein stand robust in der Abwehr und setzte immer wieder zu gefährlichen Kontern an. Nach 17 Minuten dann der zweite Paukenschlag durch den EHC. Nach feinem Zusammenspiel konnte zum 2-0 verwandelt werden. Den Pinguinen, sichtlich geschockt durch den zwei Tore Rückstand, fiel jetzt nicht mehr viel ein und so mußten sie sich erst einmal neu sortieren. Landshut hingegen kontrollierte Puck und Gegner. So ging man in die zweite Drittelpause.  Wer nun auf einen bedingungslosen Sturmlauf aus Gendorf gewartet hatte sah sich zu Beginn des letzten Abschnitts getäuscht. Gendorf begann zwar konzentriert, jedoch ohne größere Gefahr auf das Tor der Landshuterinnen auszuüben. Bei einem Alleingang acht Minuten vor dem Ende hätten die EHC Ladies alles klar machen können. Doch leider scheiterte die EHC Angreiferin an der in diesem Moment glänzend reagierenden Torsteherin aus Gendorf.  Daraufhin schlugen die grausamen Gesetze des Sports aus Landshuter Sicht eiskalt zu. Hatte man bis drei Minuten vor Schluß noch einen 2-0 Vorsprung, so mußte man 120 Sekunden vor Schluß den Anschlußtreffer hinnehmen. Schlimmer noch kam es acht(!) Sekunden vor Schluß, Gendorf,  das die Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin ersetzte, kam aus dem Gewühl heraus zum nicht mehr für möglich und äußerst glücklichen Ausgleich. Die Niedergeschlagenheit im Landshuter Lager kannte nach der Schlußsirene keine Grenzen.

 

In Spiel drei wartete das Team „Die Auserwählten“ auf die Ladies des EHC. Die Österreicherinnen hatten ihre beiden vorherigen Begegnungen verloren, daher waren die Niederbayerinnen, trotz des dünnen Kaders , leicht favorisiert. Auch dieses Mal erwischten die Dreihelmenstädterinnen wieder einen Start wie aus dem Bilderbuch. Kaum waren sieben Minuten gespielt führte man schon mit 1-0. Landshut blieb diesmal dran. Konzentriert aus der Verteidigung beherrschten sie Spiel und Gegner erspielten sich immer wieder Torchancen und so war es nicht verwunderlich das nach zwölf Minuten die Scheibe zum zweiten Mal hinter der österreichischen Torfrau untergebracht werden konnte. Mit dem zwei Tore Vorsprung ging es in die erste Pause. Landshut die den Kräfteverschleiß erstaunlich gut kompensieren konnten machte im zweiten Drittel dort weiter wo es im ersten aufgehört hatte. Zielstrebig und immer mit dem Zug zum Tor spielten die EHC Damen ihre individuellen Vorteile des öfteren jetzt  aus. In der 20. Minute dann die Vorentscheidung für die Niederbayerinnen. Nach feiner Einzelleistung auf der linken Seite und einem Schuß aus sehr spitzen Winkel flog die Scheibe zum 3-0 genau ins Kreuzeck. Die Führung verlieh den Isar-Ladies jetzt noch mehr Sicherheit, vielleicht ein wenig zu viel denn kurz vor Drittelende kamen die „Auserwählten“ noch zum Anschlußtreffer. Im letzten Abschnitt passierte nicht mehr all zu viel.  Landshut kontrollierte die Begegnung mußte noch eine Unterzahlsituation überstehen um dann am Ende doch noch ein wenig zu zittern. Denn zwei Minuten vor Ende verkürzten die Kärntnerinnen noch auf 3-2. Doch diesmal war Fortuna mit den Isarstädterinnen mehr im Bunde als tags zu vor und so konnte der hochverdiente Sieg nach Hause gebracht werden.

In der letzten Spiel des Turniers am Ossiacher See trafen die Damen des EHC Landshut auf den bis dorthin verlustpunktfreien Vertreter Italiens. Den HC Lakers Eppan. Die mit mehreren Ligaspielerinnen aufgepeppte Hobbymannschaft wurde ihrer Favoritenrolle von Anfang gerecht und ließ die Dreihelmenstädterinnen nie richtig zur Entfaltung kommen. Trotz großartigem Kampfes und einer starken Torhüterleistung mußten sich die Isarstädterinnen am Ende mit 0-9 geschlagen geben.

Als Resümee der drei Tage des Ossiacher See Cups 2013 bleibt festzuhalten, das das Damenteam des EHC Landshut trotz widrigster Umstände, mit Rumpfkader und gesundheitlichen Problemen, ein sehr solides und kämpferisches Turnier abgeliefert hat.

 

 

Autor Arsene

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*